Maschinenhalle wurde Opfer der Flammen

8. November 2020
Brand löste Großeinsatz der Feuerwehren aus – Schadenshöhe auf zwei Millionen Euro geschätzt – Zum Glück niemand verletzt

Zeitungsartikel: Passauer Neue Presse - Osterhofener Zeitung

Eine Maschinenhalle in Ottmaring (Gemeinde Buchhofen, Lkr. Deggendorf) ist am Samstagabend vollständig nieder gebrannt. Dabei entstand ein Millionenschaden, verletzt wurde jedoch niemand.

Schon von weitem waren der Feuerschein und die Rauchfahne sichtbar. Und bereits an der Zufahrtsstraße nach Ottmaring sorgten Feuerwehrleute für die Verkehrsregelung und wohl auch dafür, dass nicht etwa Sensationstouristen sich auf den Weg in das Dorf machten. Erst in diesem Sommer hatte im selben Ort ein Wohnhaus gebrannt. Der Schaden betrug rund 200.000 Euro.

Es war ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten und Rettungskräften vor Ort. Die gespenstische Atmosphäre wurde durch die enorme Rauchentwicklung und die riesigen Flammen noch verstärkt. Die Geräusche der zusammenkrachenden Gebäudeteile und der Anblick des Großbrandes ließen erahnen, dass die Halle nicht mehr zu retten war.

Landwirt hörte einen Knall aus der Maschinenhalle

Entdeckt hatte den Brand der Landwirt, nachdem er aus der Maschinenhalle einen Knall gehört und einen Lichtschein gesehen hatte. Beim Betreten der Halle stand der dort abgestellt Bulldog bereits voll in Brand. Der Mann alarmierte sofort die Feuerwehr. Bei deren Eintreffen hatte der Brand bereits auf die Halle übergegriffen, die innerhalb kürzester Zeit lichterloh in Flammen stand.

Feuerwehr verhinderte Ausbreitung auf Nachbargebäude

Den rund 150 Feuerwehrleuten gelang es jedoch, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude zu verhindern. Dies bestätigt auch Sandra Pöschl, KBM und Pressesprecherin des Kreisfeuerwehrverbands: Das Feuer musste von allen Seiten gleichzeitig bekämpft werden, um die Nachbargebäude zu schützen. "Dies ist gelungen", erläuterte Pöschl, Wohnhaus und Nachbarhalle sowie weiter entfernt gelegene Gebäude konnten geschützt werden. Die Feuerwehr bekam den Brand unter Kontrolle.

Da sich auf der Halle PV-Anlagen befanden, musste für die Stromabschaltung gesorgt werden. Etwa 55 Tonnen Kunstdünger, die im direkt angrenzenden Gebäudeteil lagerten, konnten in Sicherheit gebracht werden. Diese Aufgabe übernahm das THW mit zwei Ladern und 20 Mann, die außerdem die Glutnester entzerrten und auseinander breiteten, so dass sie von der Feuerwehr Ottmaring gelöscht werden konnten.

Kriminaldauerdienst der Kripo nahm Ermittlung auf

Im Einsatz waren unter anderem die Feuerwehren Ottmaring, Buchhofen, Aholming, Kirchdorf, Wisselsing, Moos, Osterhofen, Altenmarkt, Winzer sowie die UGOel, das THW, mehrere Rettungswagen und Streifen der Polizei Plattling. Die Einsatzleitung hatte zunächst Kreisbrandinspektor Erwin Wurzer , der später an den Kommandanten der Feuerwehr Ottmaring, Andreas Apfelbeck, übergab. Die örtliche Feuerwehr hielt während der Nacht Brandwache.

Verletzt wurde zum Glück niemand, jedoch ist ein Schaden von geschätzt zwei Millionen Euro entstanden, wie das Polizei-Präsidium Straubing mitteilt. Noch am Abend nahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes der Kripo Straubing vor Ort die Ermittlungen auf. Als Brandursache wird ein technischer Defekt an einem Bulldog vermutet. Seitens der Feuerwehr wurde angemerkt, dass die Wasserversorgung nur knapp ausgereicht hatte.

Der Brand der Maschinenhalle ist bereits der zweite Brand in Ottmaring in diesem Jahr. Im Juli brannte ein Wohnhaus so weit nieder, dass es unbewohnbar wurde und in weiten Teilen neu aufgebaut werden muss. Die Ursache war ebenfalls ein technischer Defekt. − tf/wis

Quelle (Text und Bild): PNP

Weitere Informationen und Bilder zum Einsatz siehe unter "Einsätze": 

Link: https://www.ffw-altenmarkt.de/einsatz/58280/